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Mittwoch, 5. Februar 2014

Älter werden in einem fremden Land - worauf muss sich die Altenpflege einstellen?

Hüseyin Aktas hat wieder angefangen zu lächeln. Jetzt ,wo im Fernsehen türkische Volksmusik läuft. Jetzt, wo er wieder sprechen kann. Weil die Pfleger und die anderen Bewohner seine Sprache verstehen.
Hüseyin Aktas hat  Deutsch sprechen verlernt in den letzten Jahren. Das passiert  den meisten Demenzkranken. Sie vergessen jede Sprache außer ihrer Muttersprache. Hüseyin lebt schon seit ein paar Jahren im Seniorenheim. Aber jetzt ist er umgezogen. In eine Wohngruppe speziell für Senioren mit Migrationshintergrund.
Hüseyin Aktas gehört  zur ersten Generation der Gastarbeiter in Deutschland, die jetzt alt, krank und pflegebedürftig werden. Den Umgang damit, müssen die meisten Pflegeeinrichtungen, die Betreffenden selber und die Angehörigen erst noch lernen.
Laut  statistischem Bundesamt haben etwa 8% der Pflegebedürftigen in Deutschland einen Migrationshintergrund.

Die Angebote für kulturspezifische und kultursensible Altenpflege sind von Stadt zu Stadt sehr unterschiedlich.  Doch vor allem in den großen Städten gibt es mittlerweile Pflegeheime und -dienste für Senioren mit Migrationshintergrund.
Dort wird z. B. auf die Essgewohnheiten der Bewohner Rücksicht genommen , -und etwa kein Schweinefleisch serviert.  In einigen Einrichtungen gibt es neben christlichen Andachtsräumen muslimische Gebetsräume und freitags betet ein Iman.

Aber von einem Ansturm auf die speziellen Pflegeangebote kann man nicht sprechen. Und das liegt offenbar vor allem daran, dass die Angehörigen nicht wollen, dass ein Familienmitglied von Fremden gepflegt wird. Ein Argument, dass z.B. Elisabeth Römisch, Leiterin des Ehrenfelder Seniorenzentrums in Köln, kennt. „Durch die enge Bindung in den Familien entstehen sehr hohe Erwartungen an die Pflege. In Familien mit türkischem Migrationshintergrund ist der Anspruch an die Betreuung oft so hoch, dass dem kaum eine Einrichtung gerecht werden kann“,   sagt sie.  „Den Beruf Altenpfleger gibt es in der Türkei auch so gar nicht“, sagt Römisch.

Und ein großes Problem ist außerdem die Finanzierung. Die meisten Angehörigen können es sich nicht leisten für das betroffene Familienmitglied professionelle Pflege in Anspruch zu nehmen, und pflegen deshalb zu Hause. Darüber hinaus mangelt es an Informationen über spezielle Pflegeangebote für ältere Migranten. Die Senioren und ihre Familien wissen häufig gar nicht, dass es so etwas überhaupt gibt.
Die Gruppe der älteren Migranten wächst –laut demographischen Statistiken-am schnellsten und Pflegeeinrichtungen stellen sich darauf auch vermehrt ein. Doch es wird es noch einige Zeit dauern, bis die Unsicherheiten auf beiden Seiten ausgeräumt sind und kulturspezifische Altenpflege zum Alltag gehört.

Seniorplace berät Sie gerne bei der Suche nach einem Betreuungsplatz mit kulturspezifischer Pflege in Ihrer Nähe –informieren Sie sich unverbindlich und gebührenfrei unter: 0800.22 80 200.
(pt)

Mittwoch, 18. Dezember 2013

So macht das Schenken Freude

Haben Sie schon alle Geschenke beisammen? Alle Jahre wieder verursacht die Idee zum passenden Geschenk der einen oder dem anderen Kopfzerbrechen. Leben die eigenen Eltern oder Großeltern bereits in einer Pflegeeinrichtung oder im Seniorenheim, haben sich die Wünsche und individuellen Bedürfnisse im Vergleich zu damals möglicherweise verschoben. Die eigene Gesundheit und das Wohlbefinden sind viel mehr in den Vordergrund gerückt. Manch banaler Alltagsgegenstand kann die größte Verzückung auslösen! Praktische Geschenke für die lieben Familienältesten haben wir von Seniorplace in einer kleinen Vorschlagsliste zusammengetragen!

Kalender
Ein schöner Wandkalender ist nicht nur praktisch sondern schmückt den Raum mit monatlich wechselnden Motiven! Viele Wandkalender sind schon ab 5,- -10,-€ zu bekommen. Doch ohne großen Aufwand können Sie hier ein ganz persönliches Geschenk zaubern. Kalender zum Selbstgestalten gibt es um diese Jahreszeit in jedem Schreibwarenladen. Mit ein paar Urlaubsfotos oder Bildern der Enkel oder Urenkel können Sie Ihre Angehörigen durch das neue Jahr führen.

Fitnessgeräte
Mit ein paar Hanteln, Stretch-Bändern, einer Yoga-Matte mit praktischer Video-Anleitung oder der passenden Literatur hält man sich auch im Alter noch fit und gesund! Buch-Tipp für seniorengrechte Fitnessübungen: "Gymnastik im Herz- und Alterssport: Motivation durch Variation. Fit ein Leben lang", erschienen im Meyer& Meyer Verlag

Selbstgebacken und eingekocht
Bringen Sie Ihren Eltern oder Großeltern einfach mal einen liebevoll gebackenen Kuchen mit. Oder versuchen Sie ein besonderes Marmeladenrezept - Orange-Ingwer oder Waldbeere mit gehackten Mandeln. Einen Präsentekorb mit hausgemachtm Süßgebäck oder Konfitüren bringt wahre Freude! Rezepte zum ausprobieren zum Beispiel unter: http://www.lecker.de

Kabellose Kopfhörer
Ein nützliches Geschenk um umgestört seine Lieblingsserie zu gucken oder das Fußballspiel im Radio zu hören. Schon ab 20,-€ in verschiedenen Ausführungen erhältlich.

Filzpantoffeln und Wollsocken
Im Alter friert man schneller, weil man sich in der Regel weniger bewegt und die Durchblutung sich verändert.Investieren Sie ein paar wenige Stunden, stricken Sie Ihren Lieben ein paar warme Wollsocken oder filzen Sie Pantoffeln ganz einfach in der Waschmaschine. Lieblingsfarben auswählen und los geht es! Nützliche Tipps und Anleitungen für weitere wohlig-wollige Geschenke finden Sie hier: http://stricklinge.de/


Donnerstag, 12. Dezember 2013

Weihnachten - eine wunderbare Gelegenheit!

Weihnachten ist für Viele die Zeit, in der man den Eltern oder Oma und Opa einmal wieder einen Besuch abstattet. Die Familie kommt zusammen - für viele ein Genuss, für manchen einfach Frust. Doch wie auch immer sich persönliche Verwandschaftsbeziehungen gestalten mögen, zahlreiche Studien belegen, dass soziale und somit auch emotionale Isolation immer wieder einhergehen mit schlechter Gesundheit. Wer häufig einsam ist, und das betrifft in Deutschland besonders viele Senioren, neigt eher zu Krankheiten, Depressionen und baut körperlich und geistig schneller ab.


Mit kurzen regelmäßigen Besuchen bei ihren Eltern oder Großeltern zeigen Sie, dass Sie sich für sie interessieren. Allein die körperliche Anwesenheit kann älteren Menschen ein wohliges Gefühl vermitteln, da für den einen oder die andere der Alltag wenig Abwechslung bietet oder soziale Kontakte über die Jahre abgenommen haben. Doch auch der Austausch, das gemeinsame Erinnern an die Vergangenheit, der Blick ins Familienalbum  oder das Erzählen lustiger Ahnen-Anekdoten kann erfrischend und belebend sein - für Sie und Ihre Angehörigen.

Bei dieser Gelegenheit können Sie sich natürlich auch vom Gesundheitszustand der Verwandten überzeugen. Wird vielleicht Unterstützung im Haushalt benötigt? Muss eine Pflegestufe beantragt werden? Viele älteren Menschen fällt es schwer zu äußern, dass Hilfe benötigt wird.

Vielleicht nutzen Sie das kommende Weihnachtsfest, um alte Zwistigkeiten ein für allemal zu begraben. Statten Sie der älteren Verwandtschaft einen Besuch ab!

Dienstag, 10. Dezember 2013

Weihnachtszeit ist Plätzchenzeit!

Omas Mürbeteigplätzchen
Der Duft von frisch gebackenen Zimtsternen, knusprigen Vanillekipferln und Nussecken mit Schokoglasur, der sich in der Vorweihnachtszeit vom heimischen Backofen bis ins Kinderzimmer verteilte, steckt sicherlich noch jedem in der Nase. Erinnern Sie sich an Ihr Lieblingsrezept aus der Kindheit? 


Folgende Backanleitung hilft Ihrem Gedächtnis vielleicht auf die Sprünge:)


Ergibt ca. 35 Stück.
250 g Mehl
1 Ei (Größe M)
1 Messerspitze Backpulver
1 Päckchen Vanillin-Zucker
1 Prise Salz
100 g Zucker
125 g Butter
1 Eigelb (Größe M)
1 EL Schlagsahne
Mehl für die Arbeitsfläche, Backpapier
Weihnachtsplätzchen-Ausstecher
Zum Verzieren: Puderzuckerguss und Hagelzucker, gehackte Nüsse oder bunte Streusel

Zunächst den Ofen auf 175°C aufheizen (Gasherd auf Stufe 2). Mehl, Backpulver, Ei, Zucker,Vanillin-Zucker, Salz, und Butter zu einem glatten Teig verkneten. Anschließend den Teig etwa 30 Minuten ruhen lassen. Dann den Teig auf einer bemehlten Oberfläche ausrollen und mit Ausstechern Plätzchen formen. Plätzchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen.
Eigelb und Sahne verquirlen und damit die Plätzchen bepinseln. Plätzchen im vorgeheizten Backofen ca. 12-15 Minuten backen. Auf einem Gitter auskühlen lassen und nach Belieben verzieren und genießen! 



Donnerstag, 31. Oktober 2013

Halloween - eine europäische Erfindung

Ausgehöhlte Kürbisse mit Schreckensfratzen, die böse Geister vertreiben - wieder mal etwas was wir aus Amerika übernommen haben?! Nun ja, nicht ganz! Die Idee von Halloween ist im Ursprung ziemlich europäisch: irische Einwanderer brachten diesen Brauch Ende des 19. Jahrhunderts nach Amerika, nachdem sie vor der großen Kartoffelseuche und der damit verbundenen Hungersnot aus dem eigenen Land fliehen mussten. Ausgehöhlt wurden eigentlich Rüben, doch da der Kürbis in Amerika verbreiteter war, wurde die orange Herbstfrucht schnell populär. "Tick or Treat" - "Süßes oder es gibt Saures", mit diesem Spruch ziehen seit einigen Jahren auch hierzulande düster verkleidete Kinder um die Häuser und fordern Süßigkeiten, sonst spielen sie den Bewohnern kleine Streiche. Wir sagen: "Happy Halloween".

Entdecken Sie Arbeitsblätter zum Thema Halloween und anderen Themen für Senioren unter:
http://mal-alt-werden.de/arbeitsblatt-fantasie-zum-thema-halloween/